Gemeinsames Seminar der Polnischen Nationalen Hochschule für Gerichtsbarkeit und Staatsanwaltschaft (KSSiP) und der Deutschen Richterakademie in der Tagungsstätte Wustrau
Zu einem rechtsÂverÂgleiÂchend ausÂgeÂrichÂteÂten SemiÂnar traÂfen sind rund 40 RichÂteÂrinÂnen und RichÂter sowie StaatsÂanÂwälÂtinÂnen und StaatsÂanÂwälÂte aus Polen und DeutschÂland vom 13. bis 17. Mai 2019 in der TagungsÂstätÂte Wustrau der DeutÂschen RichÂterÂakaÂdeÂmie. Mit dieÂser durch das BunÂdesÂland SachÂsen orgaÂniÂsierÂte VerÂanÂstalÂtung wurÂde der kolÂleÂgiaÂle AusÂtausch der KolÂleÂginÂnen und KolÂleÂgen aus Polen und DeutschÂland fortÂgeÂsetzt, der im Jahr 2015 mit einem SemiÂnar in der TagungsÂstätÂte Wustrau begrünÂdet und im Jahr 2017 mit einer Tagung in LubÂlin in Polen fortÂgeÂsetzt wurde.
Die TeilÂnehÂmeÂrinÂnen und TeilÂnehÂmer des SemiÂnars wurÂden zu Beginn der Tagung durch den DirekÂtor der DeutÂschen RichÂterÂakaÂdeÂmie Dr. SteÂfan Tratz und die DirekÂtoÂrin der PolÂniÂschen NatioÂnaÂlen HochÂschuÂle für GerichtsÂbarÂkeit und StaatsÂanÂwaltÂschaft, Frau Dr. habil. MalÂgorzaÂta ManowsÂka, willÂkomÂmen geheiÂßen. AkaÂdeÂmieÂdiÂrekÂtor Dr. Tratz ging in seiÂner BegrüÂßungsÂanÂspraÂche insÂbeÂsonÂdeÂre auf die BedeuÂtung der ZusamÂmenÂarÂbeit zwiÂschen Polen und DeutschÂland ein. BeiÂde StaaÂten hätÂten eine gemeinÂsaÂme GrenÂze von über 440 KiloÂmeÂtern. ZwiÂschen beiÂden LänÂder bestehe ein reger wirtÂschaftÂliÂcher und priÂvaÂter AusÂtausch. WirtÂschaftsÂgüÂter würÂden in beiÂde RichÂtunÂgen die GrenÂzen überÂschreiÂten. Hier sei eine gegenÂseiÂtiÂge InforÂmaÂtiÂon über rechtÂliÂche FraÂgen notÂwenÂdig. Aber auch die KriÂmiÂnaÂliÂtät mache vor natioÂnaÂlen GrenÂzen keiÂnen Halt. Daher sei es auch in dieÂsem Bereich von groÂßem InterÂesÂse, dass sich KolÂleÂginÂnen und KolÂleÂgen der StaatsÂanÂwaltÂschafÂten und der StrafÂgeÂrichÂte austauschen.
Die DirekÂtoÂrin der PolÂniÂschen NatioÂnaÂlen HochÂschuÂle für GerichtsÂbarÂkeit und StaatsÂanÂwaltÂschaft, Frau Dr. ManowsÂka, dankÂte der DeutÂschen RichÂterÂakaÂdeÂmie und dem FreiÂstaat SachÂsen für die OrgaÂniÂsaÂtiÂon des SemiÂnars. Sie sei sicher, dass die Tagung zu einem interÂesÂsanÂten Meinungs- und ErfahÂrungsÂausÂtausch fühÂren werÂde. Sie würÂde sich freuÂen, wenn die erfolgÂreiÂche KoopeÂraÂtiÂon beiÂder FortÂbilÂdungsÂeinÂrichÂtunÂgen in Polen und DeutschÂland auch in Zukunft fortÂgeÂsetzt werÂden würde.
Nach der EröffÂnung der SchuÂlung widÂmeÂten sich die RichÂteÂrinÂnen und RichÂter sowie StaatsÂanÂwälÂtinÂnen und StaatsÂanÂwälÂte rechtsÂverÂgleiÂchenÂden FraÂgen des AufÂbaus der GerichtsÂbarÂkeit und der StaatsÂanÂwaltÂschafÂten in beiÂden LänÂdern. Auch die Aus- und FortÂbilÂdung der RichÂteÂrinÂnen und RichÂter sowie StaatsÂanÂwälÂtinÂnen und StaatsÂanÂwälÂten waren GesprächsÂtheÂma der Tagung unter der TagungsÂleiÂtung von RichÂter am ArbeitsÂgeÂricht ThoÂmas GudÂdat. FraÂgen der richÂterÂliÂchen Ethik und ein VerÂgleich der BeförÂdeÂrungsÂpraÂxis bei GerichÂten und StaatsÂanÂwaltÂschafÂten wurÂden ebenÂfalls theÂmaÂtiÂsiert. AbgeÂrunÂdet wurÂde die Tagung durch eine DisÂkusÂsiÂon über die HerÂausÂforÂdeÂrunÂgen der DigiÂtaÂliÂsieÂrung für den richÂterÂliÂchen und staatsÂanÂwaltÂschaftÂliÂchen Arbeitsalltag.
Ergänzt wurÂde das SemiÂnar durch einen Besuch des BunÂdesÂmiÂnisÂteÂriÂums der JusÂtiz und für VerÂbrauÂcherÂschutz sowie die GeleÂgenÂheit zu einem StadtÂrundÂgang in Berlin.